IVZ-aktuell, November 2015

Stelldichein für Amateure und Profis

Es ist das Mekka für viele Musik-Fans aus ganz Deutschland und auch aus dem europäischen Ausland: Die Musik-Messe in Laggenbeck hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher angezogen. Viele Fans aus Deutschland und dem europäischen Ausland kamen am Wochenende wieder nach Laggenbeck zur Messe bei Musik Produktiv.

LAGGENBECK. Nach drei Jahren gibt es die beliebte Messe wieder, und sie erstrahlt nach Aussage des Veranstalters Musik Produktiv in "bekanntem Licht". Mehr als 100 Aussteller und mehr als 80 Stunden Live-Musik auf vier Bühnen wurden den Besuchern geboten.

"Das ist einfach der Wahnsinn", freut sich ein 32-jähriger Besucher aus Münster. "Ich spiele Schlagzeug und kann hier alles antesten, total gut." Tatsächlich sprechen einige Leute am Wochenende von einem Wohlfühlfaktor, der die Messe ausmacht und prägt. Victor Smolski, bekannter Musiker, Produzent, Komponist und Autor, spricht sogar von einem "Familientreffen, das immer sehr viel Spaß macht." Smolski freue es, im stressigen Musiker-Alltag in Ibbenbüren die Zeit zu haben, sich mit Kollegen bei einem Getränk austauschen zu können und einfach ein wenig mehr Zeit zu haben. "Ich bin sehr gerne hier", so Smolski, der am Samstagnachmittag einen neuen Gitarrenverstärker der Firma Engl präsentierte und sein Können in beeindruckender Art und Weise unter Beweis stellte.

An jeder Ecke sind Jung und Alt dabei zu beobachten, wie sie Gitarren, Drumsets oder auch Klaviere antesten. Die Party-Fans orientieren sich dagegen eher in die technische Abteilung und überzeugen sich von den neusten Licht-Installationen. Workshops und Auftritte von bekannten Musikern rahmten die Messe gekonnt ein und banden die Besucher mit in das Geschehen ein.

Ein Highlight der Messe war sicher auch der Besuch von Steve Ferrone, einer der bekanntesten und besten Schlagzeuger unserer Zeit. Sein Gefühl für Jazz- und Funky Tunes bescherte ihm die besten Jobs, beispielsweise für Johnny Cash, George Benson oder auch Eric Clapton. Geduldig gab Ferrone am Samstag Autogramme und signierte Sticks. Es ist Zeichen für den Stellenwert der Musik-Messe, wenn Musikergrößen wie Steve Ferrone oder besagter Smolski den Weg nach Ibbenbüren finden und sich ein Stelldichein geben.

Neben Profi-Musikern machen aber auch viele Besucher erste Erfahrungen mit dem Instrument. Der zwölfjährige Jonas ist aus Emden angereist, um die Messe zu besuchen. "Ich möchte unbedingt Gitarre spielen, weiß aber nicht welche und ob ich das kann."

"Wir sind mehr als zufrieden mit der Resonanz der Messe", freute sich Saskia Zierenberg. "Es sind sogar mehr Besucher da als bei der letzten Messe vor drei Jahren."

Metal Hammer, Januar 2012

Musik Produktiv Messe 2011

Die alljährlich stattfindende Hausmesse des Musikinstrumenten-Shops Musik Produktiv ist mittlerweile die größte Musikmesse Norddeutschlands und darf sich zu Recht den Spitznamen "Frankfurt light" geben. Anfang November trafen sich in Ibbenbüren bei Osnabrück wieder einmal mehr als 100 Markenhersteller auf einer Gesamtausstellungsfläche von 3.500 Quadratmetern, um drei Tage lang ihre neuesten Produkte vorzustellen, Tipps zu geben und Anregungen der ca. 15.000 Besucher entgegen zu nehmen. Die Resonanz fiel entsprechend aus: Schon Freitagmittag zogen die ersten interessierten Musiker und Fans durch die Hallen (von 13 bis 18 Uhr war am Eröffnungstag der Eintritt frei) und erlebten bis zum Sonntagabend weit über 120 Workshops und insgesamt 100 Stunden Live-Musik auf sechs Bühnen.

Star der diesjährigen Messe war natürlich Iron Maiden-Drummer Nicko McBrain, der am Sonntagnachmittag auf der Grolsch-Bühne sein brandneues "Spirit Of Maiden"-Drumkit vorstellte (mehr darüber im nächsten METAL HAMMER!) und dabei im proppevollen Zelt Geschichten und Anekdoten von seiner legendären Band erzählte. Am Tag zuvor hatte Rage-Gitarrist Victor Smolski auf der gleichen Bühne seine fantastische Fingertechnik demonstriert, auf der Peavey-Bühne in Messezelt 2 war an allen drei Tagen Ferdy Doernberg (Matt Röhr, Rough Silk) zu sehen, ebenso beherzt griff Chris Lyne (Soul Doctor) als Randall-Endorser in die Saiten. Aber auch Metal-fremde Künstler wie Stefanie Heinzmann, Gregor Meyle oder Schlagzeuger Zacky von der Funk Rock-Band Errorhead konnten mit sehenswerten Performances überzeugen.

An vielen Ständen gab es tolle Preise zu gewinnen, allein der japanische Instrumentenhersteller Ibanez verloste drei hochwertige Gitarren (plus diverse Stimmgeräte, Gitarrengurte et cetera). Bei einem Eintrittspreis von schlappen sechs Euro und guter kulinarischer Versorgung also ein tolles dreitägiges Event, bei dem nicht nur Nicko McBrain viel Beifall bekam, sondern auch der Veranstalter einhellig gelobt wurde. Fazit: Tolle Hausmesse, man sieht sich garantiert im nächsten Jahr wieder!

Das Musikinstrument, Dezember 2003

Feste Größe

Mittlerweile ist die Musikmesse des Hauses Musik Produktiv eine fest etablierte Größe in der Branche. Wir sprachen mit Marketingleiter Martin Löcherbach über die Veranstaltung, die in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. November in Ibbenbüren stattfand. Martin Löcherbach (34) ist seit März 2001 Leiter für Marketing und PR bei Musik Produktiv. Nach Studien in Bonn und Kopenhagen arbeitete er u.a. als Werbeleiter für die Firma Nordis Versand und für den VSRW Verlag.

Wie sind Sie mit der Veranstaltung zufrieden?
Martin Löcherbach: Sehr. Für uns war die diesjährige Musikmesse ein großer Erfolg. Es gab einen Besucheransturm, wie wir ihn noch nie vorher zu verzeichnen hatten. Auch wenn es bei einer für die Besucher kostenlosen Veranstaltung naturgemäß schwer ist, die genaue Zahl zu bestimmen, und wir nicht jeden einzelnen Besucher zählen konnten, haben wir bestimmte Parameter, die auf, die Gesamtbesucherzahl schließen lassen. So war beispielsweise der von uns in einer Auflage von gut 10.000 Stück gedruckte Messeplaner sehr schnell vergriffen. Insgesamt gehen wir daher von mindestens 17.000 Besuchern aus.

Gibt es Informationen, woher die Besucher alle kamen?
Martin Löcherbach: Wir haben die Messe vorab natürlich regional und überregional beworben und dazu unter anderem einen speziellen Flyer an Kunden im Raum zwischen Bremen und Duisburg verschickt, also einen Einzugsbereich, in dem Ibbenbüren mit maximal rund zwei Stunden Autofahrt zu erreichen ist. Zusätzlich gab es eine Postkartenaktion mit einer Verlosung von Warengutscheinen, die auf der Messe abgegeben werden konnten und anschließend verlost wurden. Durch diese und andere Aktionen haben wir einen recht guten Überblick, wie sich das Publikum zusammensetzte. Insgesamt ist der Einzugsbereich für die Veranstaltung sehr groß und reicht von Hamburg bis Hannover oder gar Frankfurt und Köln. Zusätzlich gab es eine umfangreiche Vor-Berichterstattung, nicht nur in den einschlägigen Fachzeitschriften und vielen Tageszeitungen, sondern auch in elektronischen Medien, etwa bei Eins live, dem NDR- und WDR-Fernsehen oder BFBS - die haben den Beitrag sogar bis Kuwait übertragen. Von dort ist soweit wir wissen zwar keiner angereist, aber immerhin. Noch am Tag der Veranstaltung haben viele bei uns angerufen und sich nach Details erkundigt. Sehr viele Besucher kamen auch aus dem benachbarten Holland.

Wie hoch war die Ausstellerzahl?
Martin Löcherbach: Mit 85 Ausstellern und über 3.000 qm Ausstellungsfläche haben wir auch hier eine neue Bestmarke gesetzt und die stetige Aufwärts-Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Die Resonanz der Aussteller war überdies ausgesprochen positiv. Für uns ist die Messe auch eine gute Gelegenheit uns europaweit zu präsentieren und damit unseren Stellenwert innerhalb der Branche zu dokumentieren. Die Aussteller sehen es als positiv an, dass die Veranstaltung konsequent auf Endverbraucher zugeschnitten ist. So ergeben sich oft interessante Gespräche, und man nimmt viele Anregungen mit. Gerade für den einen oder anderen Produktentwickler gibt es da direkte Resonanz vom Endkunden.

Wirkt sich die Veranstaltung auch messbar auf den Abverkauf aus?
Martin Löcherbach: Auch in dieser Hinsicht war die Messe ein großer Erfolg. Erstaunlich aber war für uns, dass auch nach dem Wochenende sehr viele Kunden noch einmal zu uns kamen, um sich Produkte in einer etwas ruhigeren Umgebung nochmals anzuhören oder auszuprobieren. Wir haben auf einer derartigen Veranstaltung zwei unterschiedliche Typen von Kunden. Einmal die Stammkunden, die sich gezielt neue Entwicklungen, Workshops oder Konzerte ansehen wollen, und dann Leute, die aktiv noch wenig mit Musik zu tun haben und sich bei uns einfach nur einmal umsehen wollen. So können wir einen zusätzlichen Markt schaffen, was uns grundsätzlich wichtig ist.

Welche Pläne werden für die Zukunft verfolgt?
Martin Löcherbach: Wir haben noch eine Menge vor. Im Bezug auf die Messe haben wir Kundenumfragen durchgeführt. Hier war oft der Wunsch zu hören, die Veranstaltung noch größer zu machen. Ob das sinnvoll ist und ob wir die räumlichen Ressourcen hierfür schaffen können, wird sich zeigen. Außerdem ist die Musikmesse nur einer von vielen Events, die wir jedes Jahr durchführen. Die gesamte Organisation wird intern abgewickelt, wir engagieren nur zusätzliches Personal für die Messetage, etwa die Roadies. Allein die Verteilung der Stände, die Organisation von insgesamt 96 Workshops und die zu schaffenden Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf nehmen viel Zeit in Anspruch. Unser Ziel war und ist es, dieses Event fest in der Musikerszene zu etablieren. Ich denke, das ist uns gelungen. Darauf aufbauend wollen wir zunächst Dinge wie die Abwicklung und Organisation noch weiter optimieren. In Sachen Kapazität haben wir eine Größe erlangt, die nur noch schwer zu erweitern sein wird.

Gibt es denn von Ausstellerseite noch den Wunsch nach Vergrößerung?
Martin Löcherbach: Ja, durchaus, wir haben bereits zusätzliche Anfragen für das Jahr 2004. Wir denken auch über weitere Strukturierungsmaßnahmen nach, etwa eine Recording-Zone oder ähnliche Schwerpunkte. Allerdings ist das ohne eine eigene Messehalle oder entsprechende Räumlichkeiten auch nicht ganz einfach. Das grundsätzliche Konzept der Messe bleibt auf jeden Fall erhalten. Schließlich ist es überaus erfolgreich. Wir werden inzwischen oft mit der Frankfurter Musikmesse verglichen, das ist aber gar nicht unser Ziel; wir wollen ein reines Publikumsevent bleiben, keine internationale Fachmesse.

Gibt es ähnliche Veranstaltungen in den Produktiv-Filialen in der Schweiz oder Österreich?
Martin Löcherbach: Wir hatten in diesem Jahr in Österreich unser einjähriges Jubiläum, dort gab es eine konzeptionell ähnliche Veranstaltung; natürlich alles etwas kleiner, aber das kann und wird noch wachsen." (Udo Wevers)

Stimmen zur Messe:

"Die Veranstaltung war sehr gut organisiert, auch was das Marketing im Vorfeld angeht. Nach unserem Eindruck war die Messe noch besser besucht als im Vorjahr, besonders erfreulich war die Qualität der Besucher, wir haben viele gute Gespräche geführt und konnten über Musik Produktiv auch einige Abschlüsse tätigen - so bekam die Veranstaltung auch einen konkreten kommerziellen Hintergund. Für den Bekanntheitsgrad des Namen K.M.E, in der Region war die Messe sicherlich ein geeignetes Transportmittel. Wir waren alles in allem sehr zufrieden." (Kerst Glaß, Vertriebsleiter K.M.E.)

"Die Veranstaltung ist auch zeitlich sehr gut positioniert und eine gute Gelegenheit für die Branche, sich zwischen den Hausmessen im Herbst und der NAMM-Show im Januar zu treffen. Es hat sich insgesamt ein Forum entwickelt, bei dem man Kunden, Mitbewerber, Pressevertreter und auch den einen oder anderen Künstler treffen kann - allerdings ist nach meinem Eindruck die Zahl anderer Händler, die dort vorbeischauen, geringer geworden. Wir haben auch das Gefühl, dass unsere Zielgruppe sehr gut vertreten ist, das gilt für die ganze Bandbreite von der Trompete bis zum bezahlbaren Digitalmischpult. In diesem Jahr haben wir unsere Ausstellung mehr auf Produkte abgestimmt, die nicht schon im Musik Produktiv-Laden zu sehen sind. Wichtig ist uns der Show-Charakter der Vorführungen, es erscheint uns wichtig, die Leute zu unterhalten - nur Produkte hochzuhalten, das bringt nichts. Insgesamt eine gute Veranstaltung - zur Nachahmung empfohlen." (Jörg Windhorst, Verkaufsleiter Yamaha)

"Die Musik Produktiv Musikmesse ist für uns nach der Frankfurter Messe der mit Abstand wichtigste Termin in der deutschen Musikbranche. Der von uns zu leistende finanzielle Aufwand ist zwar erheblich, wir treffen aber sehr viele potenzielle Endkunden und auch zahlreiche Pressevertreter." (Kai Bestmann, Marketingleiter Roland Deutschland)

Bass Professor, Januar 2003

Musik Produktiv Musikmesse

Mit über 4.000 m² Verkaufsfläche darf sich das Musikgeschäft Musik Produktiv in Ibbenbüren als größtes der Welt bezeichnen. Und das zu Recht! In keinem anderen Laden dieses Erdballs wird man wohl eine derart groöe Auswahl an E-Bässen und anderen Instrumenten finden. Wie das Foto zeigt, nehmen wir den Mund wohl nicht zu voll. In Ibbenbüren können auch in einem Schaufenster alte Schätzchen bewundert werden, wie hier z.B. ein alter Framus-und ein uralter Höfner-Bass. Vergleichbar mit den USA, in denen über das Jahr gesehen zwei Musikmessen stattfinden (eine Sommer- und Winter-NAMM), kann sich der deutsche Markt ebenfalls rühmen, über zwei Musikmessen zu verfügen. Im Frühjahr findet nämlich die Musikmesse in Frankfurt statt, während der Herbst für die Hausmesse in Ibbenbüren reserviert ist, die sich mittlerweile zu einer eigenständigen Musikmesse gemausert hat.

Insofern war an Unternehmen und Herstellern alles vertreten, was Rang und Namen hat, z.B. Gallien-Krueger, Dean, Yamaha, Trace Elliot, Ashdown, Line 6, Ibanez, Hughes & Kettner, Fender, Hartke, Mesa Boogie, Roland, usw.

Am Stand von Basslab trafen wir deren Endorser Gerd "Slapring" Reese, der einmal mehr seine Daumenartistik mit dem "Flügel am 5. Finger" vorstellte. Besonders überrascht haben uns diverse Neuheiten des Unternehmens Fender. Links im Bild sehen wir den in Mexiko auf der Basis eines Precision hergestellten Deluxe Zone-Bass. Dieser Bass besitzt einen aktiven 3-Band-EQ und kostet ca. DM 1.800,-. In der Mitte des Trios ruht ein Fender Jazz Bass Limited in Lite Sonic Blue, der äußerst nobel aussieht und daher auch mit ca. DM 4.400,- zu Buche schlägt. Rechts neben ihm zeigt sich ein American Series Anniversary Fender Precision-Bass, dessen Outfit im klassischen Butterscotch gehalten wurde und ungefähr DM 3.500,- kostet. Des weiteren wird auf alle Fälle der Custom Shop 1951 Anniversary Precision-Bass Aufsehen erregen. Nicht nur wird hiermit dem 50. Jubiläum der Erfindung des E-Basses durch Leo Fender gehuldigt, auch der Preis von ca. DM 9.000,- spricht eine deutliche Sprache! Abschließend noch ein Foto von Dean, die bekanntlich über Blue Guitar vertrieben werden. Abgerundet wurde das Programm durch diverse musikalische Leckerbissen, wie z.B. die Vorführung des neuen Trace Elliot V4-Amps bzw. durch Auftritte des Bassisten Markus Setzer und seiner Frau Sabine Reimer.

Der Bass Professor möchte sich an dieser Stelle ganz herzlich bei dem Team von Musik Produktiv für die freundliche Unterstützung und Hilfe während der Musikmesse Ibbenbüren bedanken!